Antoine-Joseph SAX

Antoine-Joseph Sax, genannt Adolphe, kommt am 6. November 1814 in einer Musikinstrumentbauer-Familie zur Welt. Sein Vater Charles-Joseph leitet eine Fabrik für Instrumentenbau in Dinant, einer industriellen, aufblühenden Stadt in Belgien, wo sich Galmeiminenbetriebe befinden.

Als Idealist, mit starkem Selbstvertrauen und einem unaufhaltbaren Handlungsdrang beweist Antoine-Joseph Sax, dass die Klangfarbe eines Instruments nicht von der Art der benützten Materialien bestimmt wird, sondern von den vorgegebenen Verhältnisse der Luftsäule, die innerhalb des Instrumentes geformt wird, unter Beachtung des Zustandes der Oberfläche des benützten Materials. Gestützt auf dieses „Gesetz der Proportionen“, perfektioniert, vergrössert und vervollständigt er die Gattungen fast aller Windinstrumente, sowohl aus Kupfer, als aus Holz. Er erfindet die Saxhörner (1843), die Saxtrombonen (1845), die Saxophone (1846), die Saxtuben 1849), ... im Ganzen nimmt er 46 Patente entgegen.

In medizinischen Kreisen findet man seinen Namen auch im Zusammenhang mit einer Kampagne zugunsten von Blasinstrumenten, geeignet zur Vorbeugung oder Heilung von Brustkrankheiten.
Universales zeitgenössisches Wörterbuch, Hachette 1880 –

Antoine-Joseph Sax, geistig stets hellwach, hört nicht auf zu studieren, erfinden, perfektionieren. Er erhält 1867 in Paris den einzigen grossen Preis der Instrumentenbauerei.

Dennoch, traurigerweise nach verschiedenen finanziellen Schicksalsschlägen, stirbt er am 7. Februar 1894 im Alter von 80 Jahren, erschöpft, total ruiniert und seine originellste Erfindung, das Saxophon, ist nahezu in Vergessenheit geraten...

     
 

Die Erfindung des Saxophons

Was auch immer darüber gesagt wird, das Saxophon hat keinen Vorfahren. Es ist in seinem heutigen Zustand inmitten des XIX. Jahrhunderts entstanden, die Fortschritte des Instrumentalbaus betreffen seine Genauigkeit, den einfachen Ausstoss, die Vereinfachung des Fingersatzes und des Umfangs, ohne jedoch die Proportionen des Körpers, noch das Prinzip des Ausstosses zü ändern.

Antoine-Joseph Sax spricht über einen Traum:
„...ein Blasinstrument erfinden, das durch das Wesen des Tones den Saiteninstrumenten ähnlich wäre, aber mit mehr Kraft als diese!“...

„...Ich habe es aus Kupfer und in Form eines parabolischen Kegels gemacht.“

1928 werden die Sax Werkstätten vom Unternehmen Selmer aufgekauft.

Das Saxophon hat als Mundstück einen Schnabel mit einfachem Halter und gehört deshalb zur Gattung der Holzinstrumente.

Heute besitzen wir ein Saxophon-Quartett:
Das Sopran-Saxophon in Bb
Das Alt-Saxophon in Eb
Das Tenor-Saxophon in Bb
Das Bariton-Saxophon in Eb

Das Alt-Saxophon wird als Lerninstrument betrachtet.
Das Tenor-Saxophon wird sehr oft im Jazz benutzt.

 

 

Der Einsatz des Saxophons

Von den bekanntesten Jazz-Saxophonisten nennen wir nur Duke Ellington...

In der Welt der Klassischen Musik ist Maurice Ravel der bekannteste Komponist. Er hat seinen Bolero mit zwei Saxophonen, dem Sopran- und Tenor- Saxophon (beide in Bb), besetzt.

Heute entwickelt sich das Saxophon im „Ska-Reggae“ Stil, vor allem in den Formationen, die ein junges Publikum anziehen.

Wir haben auch ausgezeichnete zeitgenössische Saxophonisten, aber aus Vertraulichkeitsgründen ist es uns nicht möglich, sie an dieser Stelle zu nennen
Wir danken für Ihr Verständnis.